Montag, 14. März 2016

Neue Sponsoren und erster Wettkampf der Saison 2016

Zu allererst möchte ich euch meine beiden Sponsoren vorstellen. Ich habe mich entschlossen
ab dieser Saison mit Skylotec und Gentic zusammenzuarbeiten. Schon mal an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Skylotec steht für eine Marke dies sehr auf Qualität und Sicherheit fokussiert ist, wobei das Auge nicht zu kurz kommt. Die ausschließliche Produktion in Europa spiegelt sich im hohen Qualitätsstandard nieder. Dieser ist auch bei der Bekleidung von Gentic zu sehen. Super
Klamotten, ein fresher Look der auch noch angenehm zu tragen ist. Dem Kletterprojekt steht
also nichts mehr im Wege. Ich werde euch hier auch immer über die Produkte informieren,
wenn ich sie auf Herz und Nieren ausprobiere :)
Die Liebe zum Griff war grenzenlos

Nun zu ersten Wettkampf der Saison. Der hat definitiv seine Spuren hinterlassen. Ein intensiver Wettkampftag nachdem ich definitiv überglücklich nach Hause
gehen konnte. Die österreichische Bouldermeisterschaft 2016 im Bloc House Graz war ein
idealer Start in die Saison. Nachdem ich in den letzten Wochen sehr viel an
Grundlagenausdauer und Kraft aufgebaut habe führ ich nach Graz eher als Muskelpaket
denn als Boulderer. Die Maximalkraftphase beginnt jetzt erst, aber schließlich muss man die
Wettkämpfe nutzen wenn sie da sind. Vielmehr ging es darum wieder ins
Wettkampfgeschehen einzutauchen und die Abläufe in Schwung zu bringen.
Der Modus in Österreich bei Boulderwettkämpfen ist etwas anders als in Deutschland. In der
Quali ging es darum innerhalb von 2.5h 8 Boulder in beliebig vielen Versuchen zu klettern.
Ich konnte in der Quali 7 davon klettern und brauchte 19 Versuche. Die verteilten sich aber
sehr unregelmäßig. Nachdem ich einen richtigen Lauf hatte und 6 Boulder in 9 Versuchen
schaffte, stellte mich ein Boulder in der Senkrechten hart auf die Probe. Nachdem ich 3 Mal
mit beiden Händen den Topgriff festhalten konnte, aber noch vor den vorgeschriebenen 3
Sekunden von den Volumen auf den ich Stand abrutschte. Da sehr viele Boulderer anstanden
konnte ich in der verbleibenden Stunde des Boulderjams nur 5 Versuche setzen. Als nur noch
5 Minuten auf der Uhr standen konnte ich das Top endlich sicher fixieren und mir einen Platz
im Finale sichern. Mein erstes Finale einem Boulderwettkampf auf diesem Niveau und das
ohne Bouldertraining, das Jahr verspricht schon einiges!! (Pics by Kletterzentrum Imst)






Im Finale musste ich dann aber meinen Trainingsrückstand diesbezüglich Tribut zollen. Die Quali kostetet doch einiges an Körner und die nun bouldertypischen Probleme waren dann doch zu viel für mein aktuelles Niveau. Nachdem ich am ersten Boulder eine Bonuswertung ergattern konnte lief es am zweiten Boulder einiges besser. Schon im ersten Versuch war ich am vorletzten Griff angelangt und schmierte ab one jede Chance. Also beim zweiten Versuch Mal kräftig eingechalk und zum Topgriff gesprungen aber daneben. Dann zwei Versuche in denen ich nicht Mal mehr ansatzweise so weit kam, die Kraft ließ nach, also nochmal alles für einen Versuch mobilisieren. Ich schaffte es bis zum vorletzten Griff setzte einen Hook und schob mich zum Topgriff und hatte ihn schon mit zwei Fingern als der Fuß nicht mehr halten wollte und ich mich wieder auf der Matte befand. In den letzten beiden Bouldern war nichts mehr zu holen, am dritten Bouldern war ein Dynamo im Überhang der begrenzende Faktor und am letzten Boulder mühte ich mich 5 Minuten ab, um überhaupt die richtige Startposition zu finden. Schließlich war ich froh, dass es vorbei war, und überaus glücklich. In der Quali konnte ich als einziger im Starterfeld von rund 60 Herren an einem Boulder das einzige Top des Tages holen. Also kann das Maximalkrafttraining beginnen. 


Nächste Woche steht nochmal Training auf dem Programm ehe es an den Fels geht, vielleicht geht ja die ein oder andere schwere Route. Ich sags euch dann :)

Dienstag, 12. Januar 2016

Neuer Sponsor: Scarpa

Gute Neuigkeiten!! Ab dieser Saison werde ich die Marke Scarpa repräsentieren. Die Kletterschuhe sind einfach spitze, weshalb ich mich auch für die Zusammenarbeit entschlossen habe. Qualitätsarbeit aus Italien, handgefertigte Produkte und ein super Team, dass dahinter steht, was will man mehr. Auf gehts in 2016!
 Warbeast 8c+ mit Scarpa Instinct VS

Montag, 23. November 2015

Aufnahme in den Deutschen Lead-Nationalkader ab 2016

Ja wohl, es ist geschafft. Ab nächstem Jahr bin ich im Nationalkader und starte offiziell für Deutschland bei den nationalen Wettkämpfen. Durch meine Leistungen dieses Jahr konnte ich mich empfehlen und die harte Arbeit der letzten Jahre und die Unterstützung meiner Eltern hat sich gelohnt! Auf gehts zu neuen Träumen und Zielen für 2016!Vielen Dank auch an meine Sponsoren Bergzeit und Mantle Climbing GmbH für die Unterstützung. Viele Infos und News üer das Team gibts auf unserer Facebook-Seite, durch ein "Gefällt-mir" könntet ihr uns auch unterstützen uns seit so immer "Up to date". hier der Link: German Lead Team

Saisonabschluss - Was noch zu sagen wäre für die Saison 2015

Hab gerade gesehen, dass der letzte Post schon etwas her ist. Naja, das kommt jetzt schon mal auf die To-Do-Liste für nächstes Jahr. Dann wird es regelmäßig Updates geben über das Training, Wettkämpfe, Felshighlights und Produkttipps und ähnlichem, alles was sich so abspielt im Leben als Kletterer :)

Freitag, 11. September 2015

Warum geht jemand eigentlich den Sommer über bei bis zu 40 Grad in die Kletterhalle?


 
Alles begann dieses Jahr Anfang Januar, Training, Training, kleiner Urlaub mit 8c+-Wiederholung, Training. Ob Einheiten am Seil an der Boulderwand oder anderswo. 6 lange Monate bis dann der erste richtige Wettkampf anstand: Der erste Lead-Weltcup der Saison in Chamonix zugleich auch die Europameisterschaft. Nachdem ich letztes Jahr auf internationaler Ebene keinen Wettkampf bestritten hatte, um mich auf mein Studium zu konzentrieren, war die Pause doch etwas lange. Das ganze Flair bei einem Weltcup, die veränderte Routenbauweise verlangte erst wieder eine Gewöhnung. Das Training war nicht nur lange sondern auch hart und motivierend. Ich fühlte mich sehr gut, definitiv auf einem höheren Niveau als die letzten Jahre, dennoch kam es platzierungsmäßig anders als erhofft. Es ist positiv, dass die Leistungskurve nach oben zeigt. Nach Platz 52 in Chamonix folgte bei den beiden folgenden Weltcups in Briancon und Imst jeweils ein 30. und 28. Platz. Zwar nicht die erhofften Ergebnisse und definitiv auch nicht das, was ich leisten kann. Anhand dessen, dass bei jedem Weltcup maximal 2 Griffe fehlten um ins Halbfinale der besten 26 einzuziehen, kann man sehen, dass die Weltelite enorm zusammengeschoben wurde.auf  In Imst fehlte gar nur ein Zug in einer Route. Das sind dann die Momente in denen man sich am meisten ärgert, niedergeschlagen ist und sich fragt, warum man das eigentlich alles auf sich nimmt. Naja, ganz einfach! Weil man sieht, dass was vorwärts geht, nicht sehr viel fehlt und es einfach Spaß mach, deshalb würde ich auch weiter bei 40 Grad in die Kletterhalle gehen (aber es ist momentan natürlich angenehmer bei kühlen Temperaturen J!). In den nächsten Wochen stehen wieder einige Wettkämpfe an, darunter der erste nationale Leadcup in der neuen Münchner Halle in Freimann am 19.9. (erster Tag der Wiesen, aber wenn man bedenkt: die Wiesen dauert mehr als eine Woche, der Leadcup nur einen Tag, dann würde sich ein Besuch zum Zuschauen lohnen). Und nur eine Woche später schon der Weltcup in Puurs in Belgien. Also Daumen drücken!      




  


Sonntag, 12. April 2015

Sponsoring Mantle Climbing

Ab dieser Saison wird mich neben bergzeit.de auch Mantle Climbing unterstützen. Die Firma Mantle stellt vor allem äußert hochwertiges Magnesia und alles was diesbezüglich das Kletterer/innen-Herz begehrt her. Nach dem Motto "Grip is all you need" wird ab sofort nicht mehr losgelassen :) Vielen Dank für die Unterstützung. Weitere Infos zur Firma und den Produkten von Mantle gibt es hier, und die Gründe warum mich mich für das Chalk von Mantle entscheide sind hier nachzulesen.

Montag, 6. April 2015

Warbeast 8c+

"Jawohl 8c+ rotpunkt, endlich wieder ein Highlight am Fels, das Jahr nimmt Fahrt auf (eigentlich ich in diesem Jahr...)"
Nachdem ich die letzten Jahre nicht so viel am Felsen unterwegs war hab ich mir dieses Jahr definitiv vorgenommen mehr Zeit am Felsen zu verbringen. Je nachdem wie es sich mit dem Training am Plastik vereinbaren lässt, denn nach wie vor hat das Training für Wettkämpfe Priorität. Wenn es wie jetzt mal ein kleines Schlupfloch gibt, dann bin ich aber weg, also an den Fels. So auch geschehen die erste Osterwoche. Ziel war Arco am Gardasee, Temperaturen um die 20 Grad, im Vergleich dazu im Chiemgau: Schneefall Anfang April. Die Wahl mit Gardasee war also definitiv richtig. In den letzten Jahren kamen in Arco einige neu lohnende neue Gebiete und Sektoren hinzu, so auch im Klettergebiet Nago. Früher eigentlich als Anfängergebiet abgestempelt gibt es nun einige Touren ab 8c, ideal zum ausbouldern. Unter anderem auch die Route Warbeast 8c+, eingebohrt und erstbegangen durch Markus Bock 2013. Die Route ist extremst boulderlastig, definiert sich durch eine harte Boulderstelle gleich zwischen den ersten drei Haken und einer weiteren Stelle im mittleren Teil. Mit rund 15 Metern ist sie recht kurz, was mir momentan ohne die richtige Kraftausdauer definitiv entgegenkam. Vorteil war eindeutig, das man sehr viele Versuche machen konnte, so tat ich auch was für die Maximalkraft. Und letztlich hat es dann geklappt am zweiten Tag in der Route konnte ich Warbeast 8c+ rotpunkt begehen am 3. April, meine erste 8c+ hoffentlich auch nicht die Letzte. Ich bin super happy, freue mich auf mehr Tage am Fels und bin auch wieder voll motiviert für das Training zu Hause! In zwei Wochen steht schon der nächste Kaderlehrgang an, also venga vamos!
Sieht zwar noch entspannt aus, gleich kommt aber die erste Boulderstelle, der linke Griff war absolut winzig und schlecht...

Anschließend gleich ein dynamischer Zug von einer Leiste (eigentlich ein Minigriff für 2 Finger und die Hälfte des ersten Fingergliedes an einen Sloper mit der rechten Hand) ehe eine gute Rastposition kommt.
Nach dem Rastpunkt kommt die zweite Boulderstelle, hier heißt es: Nicht mehr loslassen!

Donnerstag, 26. März 2015

Saisonvorschau 2015 und was schon so alles passiert ist im neuen Jahr

Das Jahr 2015 ist nun schon fast 4 Monate alt, einiges ist passiert seit dem. Alles mal der Reihe nach.
Die letzte Saison lief ja nicht so wie gedacht, nachdem ich mich vermehrt auf meine Bachelorarbeit fokussiert hatte und die Uni hohe Priorität hatte verzichtete ich auf mögliche internationale Starts und wollte die Deutschen Leadcups möglichste auf dem Podest abschließen um mich für die Saison 2015 zu empfehlen. Wie das ausging mit den Deutschlandcups kann man in älteren Posts nachlesen. Auf alle Fälle bin ich für dieses Saison im Perspektivkader des Deutschen Alpenvereins und darf bei den ersten zwei Weltcups an den Start gehen. In sofern bin ich momentan mehr als glücklich und trainiere was das Zeug hält. Bis jetzt gab es auch schon drei Kaderlehrgänge, viele Sachen wurden neu gelernt, das Training umgestellt und ich kann nur sagen: Alles macht verdammt viel Spaß! Dieses Jahr hat der Weltcup Priorität und dann schauen wir mal, wo mich das hinführt...

Freitag, 9. Januar 2015

Resümee der nationale Leadsaison 2014 oder auch über das Bouldern am Seil (zumindest größtenteils)



Nun ist die nationale Leadsaison seit einer Woche Geschichte, der Alltag hat uns wieder (schneller als gedacht), die Haut hat sich langsam erholt und das Kilometerzählen haben wir auch schon hinter uns. Aber alles der Reihe nach…
Insgesamt gab es dieses Jahr drei Leadwettkämpfen aus deren Gesamtwertung der Deutsche Meister 2014 gekürt wurde.
Erster Stopp Darmstadt 12.10.2014:
Vertical Axis
 Im ersten Moment sicherlich der emotionalste Wettkampf. Im Nachhinein schon sachlicher betrachtet, den Routenbau betreffend, ein äußerst spezieller Wettkampf. Die  Qualifikation als Erster beendet, letztlich auf den fünften Platz gerutscht. Das Finale war eine Tour die rein aus Volumen bestand, sozusagen eine ausgedehnter Boulder am Seil. Naja, abhacken und zum nächsten Wettkampf (wir haben schon 982km hinter uns).

Zweiter Stopp Neu-Ulm 25.10.2014:
Deutscher Alpenverein
Deutscher Alpenverein
Vom Routenbau ein Verbesserung zum ersten Wettkampf. Das war sicherlich der nervenaufreibendste Wettkampf. Nach erster Qualitour auf Platz drei und bei der zweiten Tour auf Platz 22. Was war passiert: Fuß gerutscht ca. fünf Züge vor Top bei einer zu leichten Tour mit 16 Topbegehungen (leider endete die zweite Qualifikationstour an sich schon ein bisschen höher als Wandmitte, der Grund bleibt im Dunkeln). Und schon ist man auf einem siebten Gesamtplatz. Puh nochmal Glück gehabt! Im Finale ordentlich Gas geben, tja denkste! An einem Volumen mit der Hand über die gute einzig gute Stelle gerutscht, nicht richtig festgehalten können und schon ist man im Seil gelandet. Platz sechs am Ende, auch nicht aufbauend aber es gibt ja noch einen Wettkampf (wieder 486 km mehr, macht insgesamt 1468km).



 

Dritter Stopp Berlin 8.11.2014:
Was für eine Anreise. Doch noch kurzfristig auf das Auto als favorisiertes Fortbewegungsmittel umgestiegen, da es bekanntlich einen größeren Bahnstreik gegeben hatte. Die Qualifikation lief ganz ordentlich, ich streckte mich (im wahrsten Sinne des Wortes) zu einem vierten Platz nach beiden Qualifikationsrouten. Im Finale wollte ich nochmal alles zeigen. Das wollte sicherlich jeder, aber leider war für sechs der acht Finalisten nach einem Boulder bei Zug 8+ Ende. Da denkt man sich kurzzeitig schon: Da fährt man nach Berlin für acht Griffe?! Dafür habe ich das erste Mal Berlin gesehen, das war die Reise wert (zu den 1468km kommt eine kompakte Packung von weiteren 1356km was einen erhebliche Anteil der Endsumme von 2824km ausmacht, das entsprich ungefähr der Entfernung von Madrid nach Berlin mit anschließender Kaffeefahrt nach München).

Am Ende bleibt der undankbare vierte Platz in der Gesamtwertung des deutschen Leadcups die gleichzeitig die deutsche Meisterschaft darstellt (Platz 1-3 belegten David Firnenburg, Moritz Hans und Matthias Conrand). Nach dem deutschen Vizemeistertitel im letzten Jahr und Platz drei in der Saison zuvor wollte ich dieses Jahr natürlich noch eins draufsetzen. Im Training war ich eindeutig besser als noch letztes Jahr, deshalb startete ich mehr als zuversichtlich in diese Saison. Leider ist aber besonders im Klettern (im Vergleich zu anderen Sportarten wie Leichtathletik) der Erfolg nicht so gut planbar. Im Lead oder auch generell im Klettersport ist man von einer Vielzahl an Faktoren abhängig, unter anderem vom Routenbau. In den letzten Jahren hat sich der Routenbau extrem verändert, besonders im heutigen Jahr war dies mehr als ersichtlich. Die Routen werden kürzer und somit boulderlastiger, mehr Boulderelemente wie Dynamos oder Volumen halten Einzug in die Wettkampfrouten. Diese Veränderungen erfordern auch andere Trainingsinhalte die es jetzt gilt in den Aufbau für die neue Saison zu integrieren. Das ist gerade das interessante am Klettern und somit besonders auch das Training für Leadwettkämpfe an sich. Es gibt viele Dinge auf die man achten muss, alles ist hochkomplex und sehr abwechslungsreich. Das ist gerade das schöne, nicht nur für Spitzenkletterer sondern für jeden Kletterer: man lernt nie aus, die Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht und es gibt immer was zu tun! Dieses Jahr habe ich mich verstärkt auf mein Studium konzentriert, nächstes Jahr aber will ich es wirklich wissen und mich verstärkt dem Training widmen, um hoffentlich wieder in das Weltcupteam des Deutschen Alpenvereins zu kommen! Momentan stehen die Zeichen mehr als gut, mit meinen stabilen  Leistungen in der Vergangenheit habe ich mehr als empfohlen. Die Motivation ist da also los geht’s! Auf zum Wintertraining! Ich möchte mich auch hiermit für die super Unterstützung durch Bergzeit bedanken, ein Dank geht auch an meine Eltern die einiges investieren und auch an meine Heimatsektion dem DAV Berchtesgaden.